Warum Du für jedes Gespräch ein Ziel brauchst

Beispiel: Ziele für ein Beratungsgespräch


Am Ende des Beratungsgespräches

  1. hat der Kunde eine zweiten Termin für ein Gespräch mit meiner PDL vereinbart.
  2. hat der Kunde sich entschieden, stundenweise Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen.
  3. hat die Angehörige mir erzählt, welche Veränderungern sie im letzten halben Jahr festgestellt hat.

  

Schau Dir bitte bitte alle drei Beispiele einmal genau an!

 

In jedem dieser Fälle handelt es sich um nur EINEN Satz der alle Kriterien erfüllt.

 

Überlege Dir im Vorfeld eines Gespräches mit welchem Ergebnis das Gespräch im besten Fall endet. Da Du das nicht immer beeinflussen kannst, macht es Sinn, mit einem Minimal- und einem Maximalziel in das Gespräch zu gehen.

 

Beispiel Minimal- und Maximalziel

Maximal hat der Kunde zugestimmt, den Antrag auf stundenweise Verhinderungspflege zu stellen, mindestens haben wir einen zweiten Termin vereinbart.

Vielleicht fragst Du Dich, wozu das nützlich sein soll. Immerhin hat der Angehörige ja bei Euch angerufen und möchte ein Vertragsgespräch oder er weiß ja, dass Ihr in regelmäßigen Abständen zum Beratungsgespräch nach § 37.3 SGB XI kommt.

Stimmt! Und darüber hinaus gilt, je klarer Du selbst das Ziel überlegt hast, desto professioneller kannst Du Dich auf das Gespräch vorbereiten.

 

 

Was gehört bei diesem Beispiel in die Vorbreitung?

  1. Ca. 1,5 Stunden Zeit einplanen.
  2. Bei der Terminvereinbarung klären, dass sowohl die Angehörigen als auch die zu pflegende Person anwesend sind.
  3. Formblatt, um die Tages- Wochen- und Monatsaktivitäten einzutragen. Ein Beispiel findest Du in dem Buch „Vertragsgespräche erfolgreich führen“ von Andreas Heiber, VINCENTZ Network. Wenn Sie die Daten mit einem Tablet aufnehmen, vorher einen Technikcheck machen.
  4. Gute Fragen überlegen, damit sich Ihre Gesprächspartner nicht so ausgefragt fühlen und ein Dialog entsteht.
  5. Prüfen, für welche Leistungen Personal vorhanden ist.
  6. Eine Argumentation zurecht legen, für den Fall, dass es lediglich um Putzen gehen soll.

Du siehst, wenn Du Dir vor dem Gespräch vorstellst, was das Ergebnis sein soll, zeigt das Ziel Dir den Weg und die Vorgehensweise.

Wenn Du jetzt denkst: "Das funktioniert aber nicht immer" stimme ich Dir zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dein Wunschergebnis erreichst ist mit einer konkreten Zielvorstellung jedoch ein vielfaches höher. 

 

Zusammenfassung

  • Ziele sind dazu da, damit Du Dich auf den Weg in die richtige Richtung machst 
  • Von Deinen Zielen ist abhängig was genau Du ansprichst und wie Du es tust. Welche Formulierungen Du brauchst.
  • Verfolge zuerst Dein Maximalziel. Dein Minimalziel dient Dir als Alternative.  
  • Das Minimalziel zu erreichen ist immer noch ein guter Gesprächserfolg. Alles darunter gefährdet zum Beispiel die Zusammenarbeit oder die Wirtschaftlichkeit.
  • Ziele dienen Deinem Selbstcontrolling was den Grad der Zielerreichung und Deine Vorgehensweise angeht
  • Controlling bedeutet für mich steuern. Im Sinne von entweder die Ziele neu justieren oder die Vorgehensweise verändern.
  • Du kannst Dir Ziele vornehmen, selbst wenn Du Deine Gesprächspartner vorher noch nie gesehen hast.

 

Wer sein Ziel nicht kennt, für den ist jeder Weg der richtige (chinesisches Sprichwort)

 

Ich wünsche Dir, dass Du die Ergebnisse erreichst, die Du Dir vorstellst, bevor Du losgegangen bist!

Bis bald, ich freue mich, wenn Du auch beim nächsten Mal wieder dabei bist.

Deine Claudia, Claudia Henrichs

 

Alle meine Podcastfolgen kannst Du hier sehen: PFLEGE.ambulant- leichter beraten, verkaufen und führen