Passt Verkaufen zu meinem Pflegeberuf?

Formulierungstipp: Ein Booster für das Mindset

In meinen Veranstaltungen frage ich zu Beginn immer, wo der Unterschied zwischen diesen beiden Formulierungen ist:

  1. Ausschöpfungsquote erhöhen und
  2. Pflegekunden befähigen ihre Ansprüche wahrzunehmen.

Und, spürst Du auch den Unterschied?

Die erste Aussage bezieht sich ausschließlich auf den Pflegedienst. Wir müssen die Ausschöpfungsquote steigern. Toll, wer macht da schon gerne mit, der das Pflegeherz auf dem rechten Fleck hat?

 

Wenn ich sage, wir befähigen unsere Pflegekunden ihre Ansprüche wahrzunehmen, dann formuliere ich

  • eine kundenorientierte Perspektive
  • beziehe die Kompetenz der Pflege-Expert*innen mit ein und
  • treffe voll das Bedürfnis vieler Pflegekräfte, anderen helfen zu wollen.

Das Schönste dabei: Die Wirtschaftlichkeit entwickelt sich in die richtige Richtung!

 

Kerstin, eine PDL und Teilnehmerin meines Webinarkurses „Überzeugende Kundengespräche führen“ hat genau das bestätigt. Zum Ende des Kurses sagte sie:

„Wir haben es geschafft, wirtschaftlich zu werden! Das ist mit der Verdienst aus Deinem Webinar-Kurs. Wir haben Vieles umgesetzt!"

 

Wenn Du Leitungskraft bist, dann frage Dich und noch besser auch Dein Team:

„Was müssen wir tun/verändern, damit wir unsere Pflegekunden und Interessenten befähigen, ihre Ansprüche, die sie gegenüber der Pflegekasse haben, wahrzunehmen?“

Kleine Veränderung mit ganz großer Wirkung!

 


Fazit:
Die Aufgabe von Pflege-Expert*innen ist, Pflegebedürftige und deren Angehörigen zu befähigen eine gute Entscheidung zu treffen. Und genau dafür braucht es wirkungsvolle Kommunikation!
Bevor wir uns in den nächsten Folgen mit überzeugenden Sprachmodellen beschäftigen, ist es also entscheidend, dass Du eine positive Einstellung zum Thema „Pflegeleistungen anbieten und verkaufen“ entwickelst!

 

Verkaufen mit Herz!“ So lautet unsere Devise. Bist Du dabei?

 

 

Angst vor Ablehnung

Dieses Thema geht uns alle an. Natürlich wollen wir, dass unsere Angebote, Ideen und Vorschläge von jedem mit Begeisterung aufgenommen und umgesetzt werden. Zustimmung ist soziale Anerkennung und das brauchen wir für unser Selbstwertgefühl!

Wenn also ein Pflegebedürftiger unser Angebot ablehnt, dann ist die Gefahr groß, dass wir uns abgelehnt fühlen. Vielleicht befürchtest Du auch, dass Deine Gesprächspartner*innen schlecht von Dir denken. Dass sie denken, Du würdest sie über den Tisch ziehen wollen, vielleicht schämst Du Dich auch oder machst Dich selbst runter.

 

Glaub mir, wenn Du aus Deiner pflegefachlichen Sicht Leistungen anbietest, die der Gesetzgeber zur Verfügung stellt, damit die seelischen, geistigen und körperlichen Kräfte wiedergewonnen oder erhalten werden (das steht übrigens genauso in §2 SGB XI), dann hat kein Mensch Grund dazu, schlecht über Dich zu denken.

 

Sagt jemand nein zu Deinem Angebot, dann meint er die Leistung, das Angebot und nicht Dich als Person! Du kannst mit erhobenem Kopf und starkem Selbstwertgefühl das Gespräch beenden, weil Du Deinen Beruf mit dem Blick auf das Wohl der Pflegebedürftigen gewissenhaft ausübst.

 

 

 


Fazit

Also mach Du bitte Schluss mit der falschen Scham!

Natürlich passt Verkaufen zur ambulanten Pflege. Wenn Du die passenden Leistungen anbietest wirst Du zum Problemlöser! Ob Dein Gesprächspartner kauft, das lass ihn entscheiden.

Leistungen nicht anzubieten grenzt aus meiner eigenen Erfahrung an Körperverletzung!


 

 

Wenn Du bisher Bauchschmerzen mit der Aufgabe hattest Pflegeleistungen zu verkaufen, dann verändere bitte Deinen Glaubenssatz. Mach Dir Notizen zu Deiner neuen Einstellung damit sich Dein Gehirn und Dein Herz daran gewöhnen. Der neue Glaubenssatz könnte sich in etwa so anhören:

Pflegeleistungen verkaufen ermöglicht Pflegebedürftigen, dass sie ihre Kräfte wiedergewinnen oder erhalten. Und genau deshalb habe ich diesen Beruf gewählt!


UNBEDINGT

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Ich wünsche Dir viele gute Gespräche

Deine Claudia

 

 

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