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Hörerfrage: Wie hole ich neue Mitarbeitende auf einer Teambesprechung ins Boot, ohne die anderen zu langweilen?

„Ihre neue Kollegin, die Bettina, die gestern Abend da war, ist aber auch eine ganz Nette!“ das sagte eine Pflegekundin zu Simone, einer langjährigen Pflegekraft. Simone schaute mich ganz zerknittert an und meinte: „Ich wusste überhaupt nicht, wen die Pflegekundin meinte. Ich kenne keine Bettina. Was sollte ich denn da sagen?“

Die neue Kollegin in der ersten Teambesprechung

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Bonus-Infos zu dieser Episode:

Um das geht es:

  • Das Team am Personalgewinnungs-Prozess beteiligen
  • Alle frühzeitig über die neuen Kolleg/innen informieren
  • Die erste Teambesprechung der neuen Mitarbeiterin
  • Unsere Einstellung zu einer Person bestimmt unser Handeln
  • Jeder im Team ist ein Teil des Ganzen

 

Das Team am Personalgewinnungsprozess beteiligen

Natürlich hat Simone der Pflegekundin gegenüber so getan, als würde sie Bettina kennen. Doch blöd ist die Situation schon.

Ideal ist es, wenn alle im Team in den Personalgewinnungsprozess eingebunden wären. Das hat den Vorteil, dass:

  • alle in ihrem Bekanntenkreis auf die Suche nach einer neuen Kollegin eines neuen Kollegen gehen können.

    Nathalie Müller, die GF eines ambulanten Pflegeunternehmens erzählte in der Podcast-Episode 43 „Personalmangel ist in unserem Pflegedienst ein Fremdwort“ dass die meisten MA durch Mund zu Mund Propaganda kommen. Pflegekräfte kennen Pflegekräfte und erzählen sich untereinander wo es gut ist. Dann braucht es keine Anreize.

  • einige MA Aufgaben übernehmen können, wie zum Beispiel
    • an Bewerbungsgesprächen dabei zu sein,
    • den ersten Tag der neuen Kolleg/in mitzugestalten,
    • die Information für das Team zu übernehmen.
    • die neue Kolleg/in als Mentorin mit dem Pflegedienst, den Regeln und Gebräuchen und den Teamkolleg/innen bekannt zu machen.

  • das entlastet die Pflegedienstleistung.

 

Fazit
Beteilige Dein Team am Personalgewinnungsprozess dann können alle mithelfen und Pflegekunden gegenüber souverän reagieren.

 

Alle frühzeitig über die neuen Kolleg/innen informieren

Die regelmäßig stattfindende Teambesprechung ist ein gute Gelegenheit über den Stand der Personalgewinnung zu berichten. Am besten machst Du das Thema zu einem ständigen Tagesordnungspunkt. So ist jeder schon im Bilde,

  • ob es personaltechnisch bald eng wird,
  • welche Maßnahmen Du als Leitung schon angeleiert hast,
  • wie Dein Team Dich unterstützen kann und
  • ab wann neue Kolleg/innen aber auch Schüler und Praktikanten Euer Team verstärken werden.

Wenn eine neue Mitarbeiterin eingestellt ist (das gleiche gilt auch für Schüler/innen, Praktikant/innen und Auszubildende) dann empfehle ich Dir diese Information allen zugänglich zu machen.

Das mindeste ist ein Aushang am schwarzen Brett.

Persönlicher ist es, wenn Du jedem eine Nachricht ins Fach legst oder wenn Ihr schon moderner miteinander kommuniziert, eine Message über das MDA, interne Kommunikations-Apps oder eine Mail schreibst.

Textbeispiel

Ich freue mich, dass unser Team ab dem 01.09. von Bettina Meier verstärkt wird.
Bettina Meier ist examinierte Pflegefachkraft, Wundmanagerin und Beratungsspezialistin.

In den ersten sechs Wochen wird sie von ihrer Mentorin Simone Koch begleitet.

Am Dienstag den 2.9. ist Bettina Meiers erster Arbeitstag und auf alle,
die um 14:00 Uhr Zeit und Lust haben, wartet Kaffee und Kuchen zum ersten Kennenlernen.

 

Mitarbeiter backen geht leider nicht – 
Wie Sie das richtige Personal für Ihren Pflegedienst finden und dauerhaft binden

Zu unserem Thema heute passt auch mein Workshop, zu dem Du mich auf der "Ambulanten Woche 2018" der
PPM Akademie erleben kannst.

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Fazit: 
Informiere Dein Team frühzeitig und möglichst persönlich über die Verstärkung, damit die Zusammenarbeit reibungslos beginnt.

  

Die erste Teambesprechung der neuen Mitarbeiterin

Klug finde ich, wenn die neue Kolleg/in vor ihrer ersten Teambesprechung

  • die letzten 3 Protokolle zur Verfügung gestellt bekommt und
  • über die Regeln, die für Eure Teambesprechungen gelten informiert wird.

Wenn Du das Mentoren-System einführst, verhinderst Du damit, dass sich die anderen langweilen, weil Du jedes Mal die selben Themen auf Deinen Teambesprechungen für eine neue Mitarbeiter/in erzählen musst.

Da ich davon ausgehe, dass nicht jeder im Team die neue Mitarbeiterin schon persönlich kennengelernt hat, sollte sie auf der ersten Teambesprechung die Gelegenheit haben, etwas zu sich zu erzählen. Damit das nicht ausufert oder zu knapp wird, kannst Du Ihr/Ihm die Vorstellungsthemen zur Wahl stellen.

Beispiel:

  1. Etwas zur Privatperson
  2. Wo sie vorher gearbeitet hat
  3. Warum sie dort weg ist und
  4. sich für Euch entschieden hat.
  5. Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sie in Euer Team einbringt.
  6. Welchen Eindruck sie bisher von Eurem Pflegedienst gewonnen hat.

Pause statt Vorstellungsrunde

Auf eine Vorstellungsrunde des gesamten Teams würde ich verzichten. Aus meiner Sicht dauert das zu lange, je nach dem wie groß Dein Team ist, kann man sich das gar nicht alles merken, die anderen langweilt es, weil sie sich untereinander schon kennen und manche haben die neue Kollegin/Kollegen ja auch schon persönlich kennen gelernt.

Plane lieber in der Mitte Deiner Teambesprechung eine etwas längere Pause ein. Kündige dies auch mit der Empfehlung an, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Fazit
Sorge dafür, dass die neue Kollegin/ der neue Kollege sich kompetent und sympathisch auf der ersten Teambesprechung vorstellt.

 

Unsere Einstellung zu einer Person bestimmt unser Handeln.

Fast jeden Monat beginnen neue Mitarbeiter/innen ihr Arbeitsleben in einem ambulanten Pflegedienst. Aus der systemischen Organisationsentwicklung kenne ich den Satz:

“Ein Team wächst an seinen Grenzen!“

Mit Grenze ist gemeint, wenn Jemand neu dazu kommt. Und wachsen bedeutet automatisch Veränderung.

Die neue Mitarbeitende bringt Ideen und Erfahrungen mit, sie sieht in den ersten Monaten, die Arbeitsabläufe ohne die Routinebrille der langjährig Tätigen und kann wertvolle Rückmeldungen geben. Vorausgesetzt das Pflegeunternehmen ist bereit, diese Impulse aufzunehmen.

Eine gestandene sehr erfahrende PDL erzählte einmal, dass sie nun als Stellvertretung das „Küken“ bekommt, welches gerade erst mit der PDL-Weiterbildung fertig geworden ist.

Diese Fragen habe ich mir gestellt

  1. Wie viele Impulse wird sie wohl von einem Küken annehmen?
  2. Wie wird die „Henne“ wohl mit dem „Küken“ umgehen?
  3. Was wird sie ihm zutrauen?

 

Fazit:
Deine Sprache ist die Kleidung Deiner Gedanken. Denk ressourcenorientiert und nicht abwertend.

 

 

Jeder im Team ist ein Teil des Ganzen

Unabhängig davon, ob es sich um eine Praktikantin, Schülerin, Auszubildende oder ausgebildete Fachkraft handelt, stell Dir einmal vor, wie motivierend es wirkt, wenn Du nach deren Vorstellung auf der ersten Teambesprechung zu der neuen Mitarbeiterin sagst:

„Wir freuen uns darauf zu erleben, wie Du unseren Pflegedienst veränderst. Wie Du unser Team mit Deinen Fähigkeiten und Stärken bereicherst! Willkommen in unserem Leben! Du bist ein Teil des Ganzen!“

Das ist ein wunderbarer Beginn, oder?


Ein Beginn, der wie selbstverständlich davon ausgeht, dass in jedem Menschen Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen vorhanden sind, die den Pflegedienst bereichern. Neben dem wertschätzenden Willkommen ist in diesen Sätzen auch die Aufforderung enthalten, sich einzubringen.

Fazit
Bring Deine Freude über die Bereicherung und die damit verbundene Veränderung zum Ausdruck.

 

Dieses Thema hatte ich schon einmal in meiner Video-Serie: "Endlich wieder Montag" behandelt

 

Zusammenfassung

1. Das Team am Personalgewinnungsprozess beteiligen

Beteilige Dein Team am Personalgewinnungsprozess dann können alle mithelfen und Pflegekunden gegenüber souverän reagieren.

2. Alle frühzeitig über die neuen Kolleg/innen informieren

Informiere Dein Team frühzeitig und möglichst persönlich über die Verstärkung, damit die Zusammenarbeit reibungslos beginnt.

3. Die erste Teambesprechung der neuen Mitarbeiterin

Achte darauf, Dich nicht in persönliche Kleinkriege zu verstricken. In Deiner Leitungsposition geht es darum gemeinsam mit Deinem Team Ziele zu erreichen und für Kundenbegeisterung zu sorgen. Je begeisterter Du dafür stehst, desto klarer wird Deine Kommunikation sein.

4. Unsere Einstellung zu einer Person bestimmt unser Handeln

Deine Sprache ist die Kleidung Deiner Gedanken. Denk ressourcenorientiert und nicht abwertend.
 

5. Jeder im Team ist ein Teil des Ganzen

Bring Deine Freude über die Bereicherung und die damit verbundene Veränderung zum Ausdruck

 

Action Step 

Überleg doch bitte einmal, wie Du Dein Team in den Personalgewinnungsprozess einbinden kannst. Und wenn es zur Einstellung gekommen ist, wie Du Dein Team frühzeitig informierst, damit der Beginn der Zusammenarbeit reibungslos verläuft

 

Ich wünsche Dir viel gute Energie bei der Umsetzung. 

Liebe Grüße von

Claudia, Claudia Henrichs

 

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Ich freue mich auf Sie und Dich!

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