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Bei Anruf Ausbildung & Pflege macht Schule

Manuela Garbrecht und Leonie Emmerich vertreten zwei engagierte Projekte. Ihr Leitmotiv:

Raus aus frustrierenden Systemen! Einfach die Welt verändern!

 

Azubis für die Pflege gewinnen | Teil 1

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Bonus-Infos zu dieser Episode| weitere Links findest Du im Beitrag eingebettet

Hier findest Du die wichtigsten Impulse aus unserem Gespräch

Um das geht es:

  • Was die Projekte beinhalten und
  • wie es dazu kam.
  • Welchen Beitrag Du leisten kannst, um „Pflege macht Schule“ noch breiter in die Welt zu bringen.
  • Bei Anruf Ausbildung: Die ersten Schritte
  • Die Voraussetzung: Damit steht und fällt das Projekt
  • Wichtige Rahmenbedingungen

 

„Pflege macht Schule“.

Leonie Emmerich ist die Gründerin und Leiterin der Initiative.

 

Ziel von "Pflege macht Schule"

Schüler und Schülerinnen an weiterführenden Schulen darüber informieren, wie abwechslungsreich der Pflegeberuf wirklich ist, bevor sich ein negatives Bild entwickelt. Wir gehen als Freiwillige in Schulen und reflektieren das  Bild der Pflege. Wir erzählen welche Aufgaben wir erfüllen und geben Beispiele, wo junge Menschen die Ausbildung machen, bzw. ein Praktikum absolvieren können."

 

Ziel von "Der Pflege ein Gesicht geben"

Öffentlichkeitsarbeit. Das negative Bild in Social Media ändern und neu gestalten. Pflegende stellen sich in Kurzvideos vor und zeigen, dass sie ihren Job gerne machen, sich wohl fühlen, Entwicklungsmöglichkeiten haben und bei einem guten Arbeitgeber arbeiten.

 

Das Leitmotiv von Leonie:

"Ich möchte Leute motivieren und zeigen, dass man etwas bewirken kann, dass wir nicht in einem frustrierenden System verharren müssen, sondern dass wir aktiv werden können und Engagement leicht möglich ist."

 

Wie Leonie zu dieser Idee kam

"Während der Ausbildung habe ich gedacht, dass ich gerne etwas für die Pflege tun möchte. Mein Bild der Pflege vor der Ausbildung war sehr negativ geprägt. Im Kontakt mit anderen hat es mich frustriert dass ich immer wieder Vorurteilen begegnet bin. Genau das möchte ich ändern."

"Ich möchte Öffentlichkeitsarbeit für die Pflege machen, denn die negative Darstellung in den Medien wird dem abwechslungsreichen Beruf der Pflege nicht gerecht. In den Medien wird nur dargestellt, was Schlagzeilen macht. Das sind die schlechten Arbeitgeber und die schlechten Arbeitsbedingungen. Es gibt auch ganz tolle Teams und Stationen auf denen es gut läuft. Die Pflege hat sehr viel Potenzial auch für Menschen mit Abitur."

 

Das Team um Leonie herum

  • Gründerin und Leiterin. Leonie Emmerich
  • Stellvertreter: Martin Tilly
  •  Freiwillige aus ganz Deutschland, die für diese Initiative stehen!

 

Wie Du helfen kannst, das Projekt breiter in die Welt zu bringen

  1. GF, Führungskräfte ambulant und stationär, die Feuer und Flamme sind motivieren ihre Mitarbeitenden ein Kurzvideo einzureichen
  2. Schulleiter, Lehrer/innen die berufsvorbereitenden Unterricht gestalten können Leonie und ihr Team einladen, damit diese den Pflegeberuf vorstellen. 45 Minuten, mit theoretischen und praktischen Elementen (z.B.: Mobilisation)
  3. Mütter, Väter, Tanten und Onkel, die Kinder haben, die ihre Schulpraktika entscheiden müssen können
    die Schulen darauf aufmerksam machen, dass es eine Info-Veranstaltung durch Leonie und ihr Team geben kann
  4. Auszubildende oder Pflegekräfte, die Lust haben ehrenamtlich im Projekt mitzumachen
  5. Auszubildende und Pflegekräfte, die Lust haben ein Kurzvideo zu erstellen und damit zeigen, dass sie für ihren Berufsstand einstehen und zeigen, dass Pflegende mehr können.

 

Fazit:  In den Medien werden oft nur die schlechten Bedingungen und Arbeitgeber dargestellt. Uns ist es wichtig dagegen zu wirken, um das Bild von Pflege zu zeigen, das auch existiert:  Hervorragende Arbeitgeber mit hervorragenden Arbeits- und Ausbildungsbedingungen. Individuelle Begleitung während und auch nach der Ausbildung.

 

 

„Bei Anruf Ausbildung!“

Manuela Garbrecht, Leiterin Care Competence Center, St. Gereon Seniorendienste, Hückelhoven Brachelen, ist Mitbegründerin des Projektes

 

Wie ist es zu dieser Idee gekommen?

"Es nützt nichts wenn alle sagen wir haben Personalmangel und nichts machen oder Fachkräfte aus anderen Ländern holen, wenn es ganz eng wird. Wir halten das als kirchlicher Träger für ethisch fragwürdig, denn diese Fachkräfte  werden in ihren Ländern auch gebraucht."

 

Die ersten Schritte:

Wir wissen, dass wir für die Altenpflege oftmals Hauptschüler erreichen und haben uns gefragt,

  • Was müssen wir machen, um diese Menschen zu gewinnen?
  • Worauf springen die an?
  • Was können die?
  • Was wollen die?
  • In welchem Umfeld leben die?

 

Ergebnis:

Barrierefreie Einstellung, keine aufwändigen Einstellungstests.

Wenn jemand anruft und die drei Kriterien

  • Mindestalter 16 Jahre 
  • Nicht vorbestraft
  • Hauptschulabschluss mit 10.Klasse

erfüllt, dann kann er bei uns die Ausbildung machen. So hat es vor vier Jahren angefangen.

In Gruppenveranstaltungen von ca. 15 – 20 Personen haben wir uns vorgestellt (nicht die Interessenten bei uns) und gar nichts dazu gesagt, was wir erwarten.

Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so viele Menschen damit erreichen. In der ersten Welle im ersten Jahr haben wir 100 Azubis eingestellt.

 

Die Voraussetzung: Damit steht und fällt das Projekt

  • Unser Geschäftsführer macht die Aktion mit Leib und Seele! Er schafft es, seine Leidenschaft an die Mitarbeitenden weiterzugeben. Deshalb ist dann auch jeder bereit, sein Stückchen dazu zu tun.
  • In der neuen Aktion gibt es die Durchwahl vom Chef!
  • Im Vorfeld haben wir für eine gute Arbeitsplatzkultur im Unternehmen gesorgt. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden sich wohl fühlen, dass sie Spaß an der Arbeit haben und sich ausprobieren können und sich entsprechend ihrer Kompetenzen einbringen können.

"Bei uns war es eine Herausforderung, der wir uns alle gerne gestellt haben."

 

Wichtige Rahmenbedingungen

Gute Ausbildungsstrukturen schaffen

  • Am Projekt AOAH –Ausbildungs-Offensive Altenpflege Heinsberg- teilgenommen:
    http://www.altenpflege-heinsberg.de/aktuelles.html
    • Wie schaffen wir gute Ausbildungsstrukturen?
    • Wie können wir Menschen für den Beruf begeistern?
    • Und auch nachher auch halten

 

Die Praxisanleiter/innen einbeziehen

  • Am Projekt ZASA -Zukunftsfähige Ausbildungs-Strukturen in der Altenpflege- teilgenommen
    http://www.projekt-zasa.de/
    • Wie können die Praxisanleiter beteiligt werden?
    • Wie können wir die Praxisanleiter vorbereiten ohne das es für sie Zuviel wird.
    • Die Stelle Ausbildungskoordinator (Funktion Mittler zwischen Azubis, Praxisanleiter, Fachseminar) einrichten.
    • Mit dem Fachseminar für Praxisanleiter/innen kooperieren und pädagogische Komponenten integrieren.
    • Genügend Praxisanleiter/innen im Betrieb haben.
    • Praxisanleiter ist die Grundqualifikation (verpflichtende Ausbildung) für jede Fachkraft.
    • Im Fokus haben, dass nicht jeder mit jedem kann (Praxisanleiter und Azubis). Es gibt die Möglichkeit, die Einrichtung zu wechseln.

 

Arbeitgeberpreis

Obwohl klar war, dass von 100 Azubis nur 15 übernommen werden konnten, besetzen die St. Gereon Seniorendienste in Hückelhoven Brachelen, Platz 1 bei  Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2017

Manuela sagt dazu:

"Alle Azubis haben an der Befragung teilgenommen. Uns war es wichtig, eine Loyalität zu erreichen, die dazu führt, dass die Menschen sagen: Für die drei Jahre seid ihr für mich der beste Arbeitgeber!“

Das ist uns gelungen!

Und darüber hinaus bekommen alle unsere Azubis im nahen Umfeld eine Stelle!"

 

 

Infos zu Leonie Emmerich und ihrem Projekt „Pflege macht Schule“

Leonie Emmerich

Ein Auszug der Webseite:

Die Idee

Der Mangel an Pflegepersonen ist in den letzten Jahren ein immer akuteres Thema geworden. Der demographische Wandel bewirkt zweierlei: Zum einen gibt es immer mehr ältere Menschen, die versorgt werden müssen. Zum anderen werden auch die Pflegefachpersonen immer älter und der Nachwuchs bleibt aus. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Abitur machen, steigt und viele wollen ein Studium anschließen. In die Pflege zu gehen oder eine Ausbildung zu absolvieren haben viele oft gar nicht als Alternative im Kopf. Dass mit Pflege meist eher unattraktive Bilder assoziiert werden, verschärft diese Entwicklung. Wir stehen also vor einem Teufelskreis, der irgendwie durchbrochen werden muss.

Pflege macht Schule möchte diesen Teufelskreis durchbrechen. Dies wollen wir erreichen, indem junge Pflegefachpersonen den Schülerinnen und Schülern frühzeitig ein realistisches Bild professioneller Pflege vermitteln. 

 

Infos zu Manuela Garbrecht, Leiterein Care Competence Center,  St. Gereon Seniorendienste in Hückelhoven Brachelen.

Manuela Garbrecht

Ein Grundwert von St.Gereon ist (aus einem Artikel bei Caritas):

Die Auszubildenden sind Botschafter(innen) und Lehrende. Sie füllen das Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales mit Inhalt, geben ihr bereits erworbenes Wissen weiter und werben durch authentische Kommunikation auf Augenhöhe - von Schüler(in) zu Schüler(in) - für den Beruf der Altenpflege. In der Vorbereitung auf diese Unterrichtstätigkeit ist es immer wichtig, den Azubis Folgendes mit auf den Weg zu geben: Kommunikation auf Augenhöhe beginnt mit der eigenen Haltung. Nicht die Frage "Wer bist du und wie wichtig bist du?" steht dabei im Vordergrund, sondern der Grundwert "Wir sind beide gleich wichtig" - übrigens ein Grundwert, der die gesamte Unternehmenskultur prägt.

Bei der Akquise von Auszubildenden hat St. Gereon im ersten Jahr auf Zeitungsinserate gesetzt. Drei Schwerpunkte wurden gelegt:

  1. Das Unternehmen nimmt jede(n) Bewerber(in),
    der/die die Zugangsvoraussetzung (Hauptschulabschluss nach Klasse zehn) erfüllt - Slogan: "Bei Anruf Ausbildung."
  2. St. Gereon ermöglicht Alleinerziehenden durch eine flexible Arbeitszeitregelung die Ausbildung - Slo­gan: "Kommen Sie doch, wann Sie wollen."
  3. Die Altenpflege wird als zukunftweisendes Berufsbild mit einer guten Perspektive hervorgehoben - Slogan: "Wir rocken die Zukunft."

https://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2017/artikel/begeistern-heisst-das-zauberwort

 

Jetzt liebe Grüße an Dich von mir Deine

Claudia, Claudia Henrichs

Und viel Freude beim Nachmachen!

 

Bitte leite diese Seite an Geschäftsführer, Lehrer/innen, Verwandte und Pflegende weiter, damit die Initiative „Pflege macht Schule“ noch mehr Bekanntheit bekommt. Wenn Du die Idee „Bei Anruf Ausbildung“ für Euch übernehmen möchtest, dann check doch einmal, welche wichtigen Rahmenbedingungen es bei Euch dafür schon gibt und was Eure ersten Schritte sein können.

 

   

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Ich freue mich auf Sie und Dich!

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