Der tägliche Wahnsinn einer PDL im ambulanten Pflegedienst

Passt verkaufen zur ambulanten Pflege 

Raus aus dem Hamsterrad und hinein in die Vorbereitung von Mitarbeitergesprächen. Dein wichtigster Job als Leitungskraft ist die Führung und Gewinnung von Mitarbeitenden!

 

Der tägliche Wahnsinn einer PDL im ambulanten Pflegedienst

iPhone-Nutzer/innen abonnieren den Podcast für iPhones. Für alle Android-Smartphones gibt es Google Podcasts.  Für Spotify und YouTube einfach auf die Links klicken.

Links zu dieser Episode

 

Darum geht es:

  1. Drei wenig ermutigende Antworten auf die Frage, wie sich das neue Jahr anfühlt

  2.  Meine Tipps um die Sorgen der PDL zu minimieren

  3.  Warum Mitarbeiter-Gespräche richtige Game-Changer sind.

  4.  Warum Du die Haltung „Frei ist Frei“ entwickeln solltest, wenn Du Dein Personal halten willst und neue Mitarbeiter*innen gewinnen!

  5.  Was Dein wichtigster Job als Leitungskraft ist.

 

 

Evergreen-Probleme in der ambulanten Pflege

"Wie fühlt sich denn das neue Jahr für dich an?" Fragte ich meine Teilnehmer*innen im ersten Webinar in diesem Jahr. Die Antworten waren wenig ermutigend.

Die Antworten von Maria, Horst und Renate (Die Namen habe ich geändert!):

Maria

"Im neuen Jahr geht es wieder genauso chaotisch weiter, wie das letzte Jahr beendet wurde. Mitarbeitende haben gekündigt. Darum muss ich gerade wieder viel auffangen."

 

Horst

"Was mich vor und nach dem Jahreswechsel immer noch beschäftigt, ist die Impfpflicht. Ich habe einige Mitarbeiter, die nicht geimpft sind. Wir machen jetzt schon einen Plan, von welchen Pflegekunden wir uns verabschieden müssen, wenn wir den Mitarbeitenden kündigen müssen."

 

Renate

"Eigentlich wollten wir Pläne machen, was in jedem Monat wichtig ist. Mitarbeitergespräche zum Beispiel. Das fällt hinten runter. Wir leben irgendwie von Tag zu Tag."

 

Maria - Mitarbeiterfluktuation

Wenn mir erzählt wird, dass Mitarbeitende kündigen, frage ich immer, ob die PDL den Kündigungsgrund kennt. Maria antwortete: „Der ein oder andere redet drüber, andere nicht!“

 

Erkenntnis: Wenn die MA nicht von selbst erzählen, wird auch nicht nach dem Grund gefragt.

 

Tipp 1 


Mache es Dir zur Regel, dass Du immer fragst, was der Grund für die Kündigung ist.

 

Dabei sind zwei Dinge wichtig zu wissen:

  • Bevor die Mitarbeitende ihr Zeugnis nicht in der Hand hat, wird in vielen Fällen der wahre Grund nicht genannt. Warum soll man sich zum Schluss noch mit Konflikten herumschlagen? Also geh eine Woche nachdem das Zeugnis verschickt wurde, in Kontakt und stell folgende Frage: „Was hätten wir für Dich besser machen können, damit Du geblieben wärst?“

  • Gib Dich nicht gleich mit der ersten Antwort zufrieden. In der Regel wird der wahre Grund erst nach mehrmaligem Nachfragen genannt. Erst dann hat Dein*e Ex-Mitarbeiter*in das Gefühl, Du bist wirklich an Antworten interessiert. Das Nachfragen ist übrigens ganz einfach: Du fragst: „Und was noch?“

 

 

Horst - Wenig Informationen über Mitarbeitende

 

Mein Dialog im Webinar mit Horst

Claudia: "Glaubst Du, dass die Mitarbeitenden sich noch impfen lassen oder meinst Du, die lassen es darauf ankommen, dass sie die Kündigung bekommen?"

Horst: "Ich glaube, die lassen es darauf ankommen."

Claudia: "Was glaubst Du, welche Chancen die MA auf dem Arbeitsmarkt haben?"

Horst: "In der Pflege haben die keine Chancen. Das ist aber nicht mein Problem, um das ich mich kümmern will."

Claudia: "Möchtest Du die Mitarbeitenden gerne behalten?"

Horst: "Selbstverständlich!"

Claudia: "Sind die drei finanziell abgesichert oder darauf angewiesen zu arbeiten?"

Horst: "Ich weiß es nicht. Ich nehme an, die Mitarbeitenden brauchen den Job."

 

Erkenntnis: So genau weiß Horst nicht viel über seine Mitarbeitenden. Er ist jetzt darauf angewiesen zu warten, bis die Mitarbeitenden sich für oder gegen die Impfung entscheiden. Erst danach ist er wieder handlungsfähig.

 

 

Renate - Keine Zeit für Mitarbeitergespräche

Margarete, PDL aus einem Webinar-Kurs im letzten Jahr, brachte es auf den Punkt:

„Die größte Kompetenz von Pflegedienstleitungen ist es, lösungsorientiert die Dinge des täglichen Wahnsinns anzugehen!“

Wenn eine PDL den ganzen Tag damit beschäftigt ist, lösungsorientiert die Dinge des täglichen Wahnsinns zu erledigen, dann fallen Gespräche mit Mitarbeitenden und Teambesprechungen hinten herunter! Das ist der Fluch dieser großartigen Kompetenz von Leitungskräften.

 

Tipp 2 


Um zu vermeiden, dass es zu unerwarteten Kündigungen kommt, ist es unfassbar wichtig, dass eine Leitungskraft regelmäßig mit ihren Mitarbeitenden spricht. Mitarbeitergespräche müssen

  • geplant,
  • in ruhiger Atmosphäre
  • mit einem festgelegten Zeitrahmen
  • regelmäßig mindestens 2x im Jahr stattfinden!

Und dann darf nichts anderes wichtiger sein als dieses Gespräch!


 

Ein Handout "18 Anlässe mit Mitarbeiter*innen zu reden" findest Du im Exklusivbereich. Als Abonnent*in meiner IMPULSE-Mails erhältst Du das eBook "5Tipps für überzeugende Gespräche" und hast freien Zugang zu allen Downloads und Checklisten im Exklusivbereich.

Einfach auf "Jetzt GRATIS holen" klicken!

2022 loadposition eBook dunkel

 

 

Nächste Seite: Mitarbeitergespräche als Game-Changer