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Ist Fortbildung nutzlos? Interview mit Dr. Franz Hütter (3)

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Wie Du es schaffen kannst, dass Fort- und Weiterbildungen einen echten Mehrwert bringen und wie die Corona-Pandemie mich im letzten Jahr dazu gebracht hat, 

 mein Herzensprojekt, den Online-Webinar-Kurs „Überzeugende Kundengespräche führen“ an den Start zu bringen!

 

 

 

Das Video mit unserem Interview und den Insights

  • zu meinem Pandemie-Jahr 2020
  • wie der Webinar-Kurs das Licht der Welt erblickte und
  • meiner größten Schwäche

findest Du hier bei YouTube:

 

Meine größte Schwäche

 

 

Der Text unseres Interviews

(von einer "Künstlichen Intelligenz" transkribiert 😀)

 

Mit der Einladung das Defizit kommunizieren

 

Claudia: 

In dieser Krise lernen war ja permanent. Wir haben das Thema Neuroplastizität ja gerade schon gestreift Wir lernen ja permanent, irgendetwas anders zu machen als vorher. Und wir haben ja gerade schon festgestellt, dass unser Gehirn lernt, bis dass wir die Augen zumachen. Ich gehe jetzt mal raus aus dem Thema Krise.

Nächstes Thema. Jetzt gibt es ja ganze Lern-Bildungsbereiche und Bildungsapparate, die beschäftigen sich ja schon seit Jahrzehnten damit, Seminarkataloge zu gestalten, Dich und mich zu buchen. Ich erlebe das schon durchaus oft so, dass die Leitungskräfte mit mir in Kontakt treten und sagen, meine Mitarbeiter müssen jetzt xyz lernen. Dann machen wir ein sehr ausführliches Auftragsklärungsgespräch. Den Mitarbeitenden, die dann aber in die Veranstaltung kommen, wird lediglich mitgeteilt.

  • das ist die Dozentin, die Workshop Leiterin,
  • das ist das Thema und
  • dann findet es statt.

Inwieweit hat dieses Vorgehen Auswirkungen darauf, ob das, was ich im Workshop erlebe, auch in der Praxis umgesetzt wird?

 

Franz (ironisch)

Ich glaube, da kann man noch einen Tipp geben. Am besten nennt man es auch nicht Workshop, sondern Schulung oder Nachschulung. Dann wird von vornherein das Defizit mit kommuniziert: Du bist da drin, weil du deine Arbeit nicht gut genug machst. Das ist eine Bestrafung wie Nachsitzen und keine Belohnung. Sarkasmus beiseite. Aber das ist etwas, was ich auch im Laufe meiner Karriere häufiger erlebt habe.

  

Warum soll ich an dieser Veranstaltung teilnehmen?

Zum Teil ist es natürlich auch meine Bringschuld als Auftragnehmer anzuregen, dass so ein Rahmen kommuniziert wird.

Und das ist ganz schlicht und ergreifend:

  • Warum bist du hier?
  • Wie hast du das einzuordnen?
  • Was für Ziele verfolgen wir damit?

Weil jeder, der einfach irgendwo hingeschickt wird, macht sich seine Gedanken darüber. Wie ist das einzuordnen?

Es gibt in der Neurodidaktik, eines der wichtigsten Prinzipien, das heißt, das Gehirn ist ein sinn- und bedeutungsgebendes Organ. Es kann gar nicht anders, als sich seine Rückschlüsse bilden. Wie habe ich das, was ich gerade erlebe, einzuordnen? Meine Formulierung ist lieber die, das ich sage, das Gehirn ist eine Mustererkennungs-Software. Das klingt ein bisschen moderner und schicker. Aber letztendlich bedeutet beides, das ich abscanne was ich gerade erfahre und wahrnehme. Schicke das an meinen Hippocampus und frage ab:

„Haben wir da irgendwas in der Datenbank liegen?"

Je nachdem, wie die Vorerfahrung mit Dingen sind, die nicht kommuniziert werden, kommt das so rüber, wie: "Du hast einen Termin in der Schulung, weil du was nicht kannst!"

 

Claudia:

Weil andere über dich vermuten, Du hast ein Defizit, das muss jetzt repariert werden.

 

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