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Wie Du es schaffen kannst, dass Fort- und Weiterbildungen einen echten Mehrwert bringen und wie die Corona-Pandemie mich im letzten Jahr dazu gebracht hat, mein Herzensprojekt, den Online-Webinar-Kurs „Überzeugende Kundengespräche führen“ an den Start zu bringen!

 

 

 

Das Video mit den Insights

  • zu meinem Pandemie-Jahr 2020
  • wie der Webinar-Kurs das Licht der Welt erblickte und
  • meiner größten Schwäche

findest Du hier:

 

Meine größte Schwäche

 

 

Hier findest Du den Text unseres Interviews

(von einer "Künstlichen Intelligenz" transkribiert 😀)

 

Mit der Einladung das Defizit kommunizieren

Claudia: 

In dieser Krise lernen war ja permanent. Wir haben das Thema Neuroplastizität ja gerade schon gestreift Wir lernen ja permanent, irgendetwas anders zu machen als vorher. Und wir haben ja gerade schon festgestellt, dass unser Gehirn lernt, bis dass wir die Augen zumachen. Ich gehe jetzt mal raus aus dem Thema Krise.

Nächstes Thema. Jetzt gibt es ja ganze Lern-Bildungsbereiche und Bildungsapparate, die beschäftigen sich ja schon seit Jahrzehnten damit, Seminarkataloge zu gestalten, Dich und mich zu buchen. Ich erlebe das schon durchaus oft so, dass die Leitungskräfte mit mir in Kontakt treten und sagen, meine Mitarbeiter müssen jetzt xyz lernen. Dann machen wir ein sehr ausführliches Auftragsklärungsgespräch. Den Mitarbeitenden, die dann aber in die Veranstaltung kommen, wird lediglich mitgeteilt.

  • das ist die Dozentin, die Workshop Leiterin,
  • das ist das Thema und
  • dann findet es statt.

Inwieweit hat dieses Vorgehen Auswirkungen darauf, ob das, was ich im Workshop erlebe, auch in der Praxis umgesetzt wird?

 

Franz (ironisch)

Ich glaube, da kann man noch einen Tipp geben. Am besten nennt man es auch nicht Workshop, sondern Schulung oder Nachschulung. Dann wird von vornherein das Defizit mit kommuniziert: Du bist da drin, weil du deine Arbeit nicht gut genug machst. Das ist eine Bestrafung wie Nachsitzen und keine Belohnung. Sarkasmus beiseite. Aber das ist etwas, was ich auch im Laufe meiner Karriere häufiger erlebt habe.

 

 

Warum soll ich an dieser Veranstaltung teilnehmen?

Zum Teil ist es natürlich auch meine Bringschuld als Auftragnehmer anzuregen, dass so ein Rahmen kommuniziert wird.

Und das ist ganz schlicht und ergreifend:

  • Warum bist du hier?
  • Wie hast du das einzuordnen?
  • Was für Ziele verfolgen wir damit?

Weil jeder, der einfach irgendwo hingeschickt wird, macht sich seine Gedanken darüber. Wie ist das einzuordnen?

Es gibt in der Neurodidaktik, eines der wichtigsten Prinzipien, das heißt, das Gehirn ist ein sinn- und bedeutungsgebendes Organ. Es kann gar nicht anders, als sich seine Rückschlüsse bilden. Wie habe ich das, was ich gerade erlebe, einzuordnen? Meine Formulierung ist lieber die, das ich sage, das Gehirn ist eine Mustererkennungs-Software. Das klingt ein bisschen moderner und schicker. Aber letztendlich bedeutet beides, das ich abscanne was ich gerade erfahre und wahrnehme. Schicke das an meinen Hippocampus und frage ab:

„Haben wir da irgendwas in der Datenbank liegen?"

Je nachdem, wie die Vorerfahrung mit Dingen sind, die nicht kommuniziert werden, kommt das so rüber, wie: "Du hast einen Termin in der Schulung, weil du was nicht kannst!"

 

Claudia:

Weil andere über dich vermuten, Du hast ein Defizit, das muss jetzt repariert werden.

 

Das 4-W-Schema gegen das Abwehr-System

Franz:

Und da hilft dieses einfache 4-W-Schema: Warum, was, wie und was wenn? Zu sagen:

"Wir gönnen uns jetzt ein Training, weil wir unser Kundensegment noch erweitern wollen oder weil wir wollen, dass wir Konflikte noch besser bewältigen oder Reklamationen besser behandeln. Und weil wir gemeinsam wachsen wollen. Freut euch auf das Training. Dann kommt das rüber, wie es gemeint ist, nämlich als eine Gratifikation und nicht eine Abstrafung!"

 

Ich habe entweder das Motivations-System oder das Abwehr-System aktiviert.

Natürlich haben wir Möglichkeiten, dieses Abwehrsystem auch im Training zu berücksichtigen.

 

Claudia:

Das kostet aber die Zeit aller betroffenen Leute! Und wenn ich bei der Einladung, das Gefühl habe, ich kann mitgestalten, ich bin wichtig, weil die gespannt sind, meine Ideen und meine Erfahrungen zu hören, dann habe ich ja noch einen anderen Motivations-Trigger, oder? Beteiligt sein, gefragt werden. Einen Anteil am großen Ganzen leisten zu können.

 

Franz:

Genau  was ich mit Sicherheit auch häufig anbiete, ist, dass man die Leute im Vorfeld der Trainings dazu einlädt, ihre Themen, ihre wichtigsten Anliegen einzusteuern, und vielleicht über die Führungskraft dieses dann zwischen einem vermittelt,  sodass man dann wirklich die Möglichkeit hat, an deren konkreten Fragestellungen zu arbeiten. Dann habe ich noch mehr Betroffene zu Beteiligten gemacht und ihnen wirklich nicht nur das Gefühl, sondern auch schon die Erfahrung gegeben, dass da jemand ist, der dir weiterhelfen, der uns allen weiterhelfen will.

 

Die Re-Investition: Umsetzungs-Strategien für den Alltag

Claudia: 

Das heißt, wenn ich schon so eine niedrige Motivation habe in eine Veranstaltung zu gehen, dann sinkt damit auch automatisch die Lust, etwas Neues in der Praxis auszuprobieren. Wir haben zwar dazwischen die Art und Weise der Veranstaltung. Aber das ist ja oft auch ein zeitliches Thema. Wenn wir einen halben Tag dafür brauchen, um Offenheit und Bereitschaft herzustellen, dann geht das auf Kosten von anderen Sachen, die wir miteinander bearbeiten könnten.

Was ist denn sehr förderlich dafür, dass, wenn man nach einem Zweitages- Workshop wieder in sein gewohntes Arbeitsumfeld zurückkommt, dass ich da auch wirklich etwas ausprobiere? Na gut, jeder hat andere Impulse, die er wichtig fand. Aber ich finde es manchmal schade, das nicht so viel umgesetzt wird.

 

Kein Transfer-Erfolg

Am 16.03.2021 hat das Check-In-Webinar mit einer neuen Kursgruppe stattgefunden. Hans-Christian bestätigt meinen Eindruck. Schau einmal hinein:




 

Claudia

Was ist aus deiner Sicht förderlich für den Transfer-Erfolg?

 

Franz:

Ich glaube, wir brauchen Erinnerungshilfen für den Alltag, weil die operative Hektik sehr schnell wieder einsetzt. Und es ist nur natürlich, dass das, was jetzt im Arbeitsspeicher liegt, durch das Folgende hinausgeschoben wird und einfach aus dem Hirn hinausfliegt.

 

Konkrete Vorhaben für die Praxis

Dagegen brauchen wir Strategien. Früher hat man gesagt Der Knopf im Taschentuch. Heute ist es in der einfachsten Form oft ratsam, am Ende des Workshops sich ein, zwei kleine Aufgaben mitzunehmen und zu sagen, okay, ich möchte schon nach ein paar Stunden damit beginnen, es aber auch in den nächsten Wochen durchziehen.

 

Austausch mit der Gemeinschaft

Und da hilft ganz, ganz viel auch die Kraft der Gemeinschaft.

 

Wenn ich als Führungskraft möchte, dass das Training wirklich gut investiertes Geld ist, dann werde ich den Freiraum schaffen und auch die Erlaubnis geben, sich einmal die Woche, eine halbe Stunde drüber zu unterhalten, wie es weitergeht.

 

Besonders günstig ist es natürlich, am Anfang eine externe Struktur zu haben. Das wäre früher praktisch nicht bezahlbar gewesen. Dass man dann immer wieder die Trainerin anreisen lässt für eine halbe Stunde, irgendwie pro Woche zur kleinen Supervision oder als Facilitator. Heute ist es wunderbar online möglich. Man hat keine Hotelkosten, keine Anreise mehr. Man macht über Zoom eine tolle Fallsupervision.

 

"Der größte Motivations-Faktor für den Menschen ist der andere Mensch!"

 

Und kein Post-it am Rechner und kein kein Steinchen mit einem Motto aufgeschrieben hilft uns so viel weiter, wie zu wissen, dass es in zwei oder drei Wochen ein Stündchen geben wird,

  • wo ich den Mist, der passiert ist, loswerden kann,
  • die Erfolge, die passiert sind, feiern kann.
  • Und ich hab Menschen, mit denen ich es ansprechen kann,

 

Gemeinsam Bier trinken ist der Benefit von Vortrags-Veranstaltungen

Claudia:

Super spannend. Noch eine Frage in dem Zusammenhang mit Transfer. Es gibt ja unfassbar viele Kongresse, wo man zwar wählen kann, welches Thema man in welchem Zeitslot besucht. Fakt ist aber, dass man in Reihen auf Stühlen mit Stuhlhussen sitzt und hört sich einen Powerpoint-Vortrag nach dem anderen anhört.

Ich stehe total auf dem Kriegsfuß mit solchen Veranstaltungen bis auf die Tatsache, dass, wenn man abends nett zusammen Bier trinken kann. Das liebe ich!

 

Franz:

Das kann man günstiger haben!

 

Claudia

Meine Meinung ist: Das bringt wenig Transfer-Erfolg!

Ich finde, auch bei allen fachlich orientierten Vorträgen ist der Transfer gering.  Es ist ja auch wichtig für meine Branche, der Pflege, immer wieder neueste Informationen zu Dingen, die sich rechtlich verändert haben oder die sich, was Qualitäts-Standards angeht, verändert haben, zu bekommen.

 

Ich stelle trotzdem die These auf: 

Würde ich mir mehr Zeit gönnen als einen 45 Minuten Vortrags-Slot und die Änderungen in Form von Gruppenarbeiten erarbeiten lassen, hätte das mehr Effekt!

 

 

 

 

Power-Point-Vorträge sind ungeeignet

Franz:

Na ja, ich glaube, da ist einiges dran. Ich glaube, es ist eine sehr veraltete Art der Wissensvermittlung. Einfach Informationen zu senden und dann darauf zu warten, dass es die Leute verarbeiten. Ich denke mal, das stammt noch aus der Zeit der klassischen Vorlesung, als es viel zu teuer war, Bücher in hinlänglicher Anzahl zu drucken und das alle Studenten sich eines hätten kaufen können.

Claudia: Ach, daher kommt der Begriff Vorlesung?

 

Franz:

Ja, genau, der Professor saß da und hat den Studenten aus dem wertvollen Buch oder Manuskript, von dem vielleicht die Bibliothek eins hatte, vorgelesen. Weil sich nicht jeder ein Buch leisten konnte. Insofern absolut plausible Geschichte. Heute wissen wir natürlich gerade beim Thema Powerpoint, gerade wenn die Powerpoints sehr dicht bedruckt sind, dann werden für das Lesen der Powerpoint und für das Verstehen der gesprochenen Sprache ähnliche Hirnareale rekrutiert. Da kommt eine Interferenz zustande zwischen dem Hörverstehen von Sprache und dem Leseverstehen von Sprache. Zumal ich im Gehirn das Gelesene in Gesprochenes übersetze.

Natürlich beißt sich beides. Ich belege, dieselben Ressourcen zweimal. Darum haben wir ein sehr stark reduziertes Verständnis. Das heißt, Powerpoint-Vorträge eignen sich nicht wirklich, um Infos in dem Maße weiterzugeben. Eher um anzuregen und Highlights zu setzen.

 

Informationen mit Videos vermitteln

Aber du hast recht, die Tendenz geht sehr stark dahin, Vorträge aufzulösen in etwas, was wir hier ein Stück weit machen, nämlich in Dialoge. Dann habe ich eine ganz andere Interpunktion in dem, was ich wahrnehme. Mal die eine Stimme, dann die andere Stimme.

Dann Vorträge aufzulösen, auch in einen reinen Informationsteil, den ich besser per Video aufnehme. Wenn ich präsent in Präsenz spreche und Infos sende, und du hast den vorletzten Satz nicht verstanden, dann kannst Du mich nicht zurückspulen. Das geht bei einem Video. Ein Flipped-Classroom-Ansatz sozusagen. Die Info Vermittlung findet vorher statt!

Wo ziehe ich mir heute meine Fakten her?

 

Claudia und Franz: Aus YouTube!!!

 

Franz:

Ja, klar! Wenn ich wissen will, wie das Mikro funktioniert: Ich gehe auf YouTube. Wenn ich wissen will, wie das blöde neue Programm funktioniert: Ich gehe auf YouTube. Super Geschichte für alles, wo es wirklich nur um Info geht. Und dann hat man die Leute sozusagen in der synchronen Veranstaltung, in der Präsenz, schon aufgeschlaut. Auf einem ganz anderen Niveau. Und dann geht man in den Transfer: Guck mal, wie ist es bei Dir? Wie würden man das anwenden?

 

Plattformen für den digitalen Austausch

Super Geschichte. Und was man dann noch als Drittes machen kann, ist ein Padlet einrichten oder ein Google Docs wo die Leute dann weiterarbeiten können, wo man Fälle sammelt, wo man mich erinnert an die positiven Testimonials von den Kunden. Wo man ein gemeinsames Google Doc aufmacht und man sammelt die schönen Erlebnisse. Die Claudia liest von der Greta, was sie heute Schönes erlebt hat, und fühlt sich inspiriert etwas dazuzuschreiben.

 

Solche Geschichten sind alles Möglichkeiten, die uns das digitale Lernen gebracht hat. Ein ganz anderes Follow-Up einzubringen.

"Wir brauchen für Neuroplastizität eine gewisse Alltags Penetranz damit es wirken kann!"

Sonst ist alles weggewischt. Da war ich in einem dollen Hotel irgendwo, JWD. Das ist nicht die reale Welt. Ich brauche es im Alltag! Das ist etwas, was neben den Online-Supervisionen auch sehr hilft für die Arbeit dazwischen. Nämlich gemeinsam über Conceptboard, Googlejam, Googledocs oder sonst irgendetwas, gemeinsam am Ball zu bleiben und da weiterzuarbeiten.

 

 

 

  

Zusammenfassung

  • Schon in der Einladung zu einer Fortbildung deutlich machen, welche Ziele mit der Teilnahme verbunden sind. Nutze dafür das 4-W-Schema!
  • Die Re-Investition gelingt
    • durch konkrete Vorhaben. Innerhalb von 3 Tagen nach der Veranstaltung muss begonnen werden, diese in die Tat umzusetzen.
    • Ermögliche den Austausch mit der Gemeinschaft. Das geht schnell und preiswert mit Online-Tools
    • Nimm Audiobotschaften oder kleine Videos auf, wenn es um Wissensvermittlung geht. In Besprechungen oder Webinaren kann auf der Basis des Inputs die Übertragung auf den Alltag bearbeitet werden.

 

 

Schau Dir an, wie es im inneren des Webinar-Kurses: "Überzeugende Kundengespräche führen" aussieht und gib mir eine Rückmeldung dazu, wie spannend Du die Inhalte findest!

 

Bis zum nächsten Mal.

Deine Claudia 

 

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Respektvolle Du

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Für den persönlichen Kontakt: Tel.: +49 221 8 60 51 98 oder kontakt@chc-team.de

Ich freue mich auf Sie und Dich!

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